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Top Locations in Wien

Touristische Auswahl der wichtigsten Anlaufpunkte in Wien. Ca. 140 Orte in den Kategorien Sightseeing, Museen, Gastronomie, Nightlife, Musik, Shopping, Cafés und Restaurants.

Datenquelle: Stadt Wien - data.wien.gv.at

Lizenz: Creative Commons Namensnennung 3.0 Österreich

Museen und Sammlungen in Wien

Kunst im öffentlichen Raum

Über 1200 kleine und große Kunstwerke im öffentlichen Raum: Denkmäler, Plastiken, sakrale Kleindenkmäler, Brunnen, Gedenktafeln, Grabmäler und wandgebundene Kunst am Bau sind verzeichnet.

Die Auseinandersetzung mit Kunst, die kulturelle Belebung des urbanen Raumes und die Darstellung Wiens, ihrer Bewohner und ihrer Geschichte werden nicht allein durch den Ausstellungsbetrieb in den Institutionen angeregt, sondern auch durch die Kunstwerke im öffentlichen Raum.

Nirgends sonst geht die Kunst so direkt auf die Menschen zu und erreicht damit einen hohen Grad an Verschränkung mit der Gesellschaft. Diese Objekte weisen in Konzeption, Medium und Inhalt sowie in künstlerischer und technischer Qualität eine große Bandbreite auf. In repräsentativer Weise zeigen sie das Schaffen bildender KünstlerInnen über mehrere Jahrhunderte, wie in einem riesigen, jederzeit zugänglichen Freilichtmuseum.

Datenquelle: Stadt Wien - data.wien.gv.at

Lizenz: Creative Commons Namensnennung 3.0 Österreich

Wiener Literaturwanderwege

DichterInnen und SchriftstellerInnen, die in Wien leben oder gelebt haben, und Texte über Orte und Plätze in Wien.

Februar 1934 Wien

Im Februar 1934 verteidigten einige tausend österreichische Arbeiter und Arbeiterinnen in einem verzweifelten Aufstand die Demokratie gegen eine faschistische Diktatur. Der Kampf war aussichtslos, weil er zu spät begonnen hatte, und das war den meisten Beteiligten klar. Dennoch wollten sie nicht kampflos zusehen, wie die demokratische Republik, die sie sechzehn Jahre vorher erkämpft hatten, vernichtet wurde.
Eine ausführliche Darstellung der Entwicklung, die zu dem Aufstand geführt hat, bietet diese Einleitung

Rotes Wien

Als Rotes Wien wird die österreichische Hauptstadt Wien in der Zeit von 1918 bis 1934 bezeichnet, als die Sozialdemokratische Arbeiterpartei bei den Wahlen zmu Landtag und zum Gemeinderat wiederholt die absolute Mehrheit erreichte. Die sozialdemokratische Kommunalpolitik dieser Jahre war geprägt von umfassenden sozialen Wohnbauprojekten und von einer Finanzpolitik, die neben dem Wohnbau auch umfangreiche Reformen in der Sozial-, Gesundheits- und Bildungspolitik unterstützen sollte. Das „Rote Wien“ endete 1934, als Bürgermeister Karl Seitz infolge des österreichischen Bürgerkrieges seines Amtes enthoben und verhaftet wurde und die aus der CS hervorgegangene Vaterländische Front (VF) auch in Wien die Macht übernahm.

Jüdisches Wien



Stadtreisen zum jüdischen Europa






Weitere Bände:
Jüdisches Marseille
Jüdisches Paris
Jüdisches Istanbul
Jüdisches München
Jüdisches London
Jüdisches Prag
Jüdisches Budapest


www.mandelbaum.at

Der Grundstein zur bürgerlichen Gleichstellung der Juden in Österreich wurde im Revolutionsjahr 1848 gelegt. 1867 wurde sie in der Verfassung festgeschrieben. Bis 1938 wuchs die jüdische Bevölkerung der Stadt von ein paar Tausend auf 180.000 Menschen an.
Mit dem "Anschluss" an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde das jüdische Leben in Österreich praktisch zur Gänze ausgelöscht. 65.000 Juden und Jüdinnen wurden ermordet, die anderen waren beraubt und zur Flucht ins Exil gewzungen worden.
Nur wenige Hundert überlebten versteckt die Nazizeit und nur wenige der Geflohenen kehrten nach dem Krieg wieder zurück.

Dieser Führer beschränkt sich hauptsächlich auf spezifisch Jüdisches im Wiener Leben. Menschen jüdischen Glaubens oder jüdischer Herkunft hatten am gesamten Wirtschafts- und Geistesleben Wiens großen Anteil.

In der Politik könnte man nennen: den jüdischen Arzt Adolf Fischhof, der mit seiner Rede im Hof des Landhauses das Signal zur Revolution von 1848 gab. Die sozialdemokratischen Politker Victor Adler, Otto Bauer, Hugo Breitner, Robert Danneberg, Julius Deutsch oder Julius Tandler. Theodor Herzl, Begründer des Zionismus, muss freilich in einem Führer zum jüdischen Wien seinen Platz finden.

In der Medizin wären zu nennen Julius Tandler, Emil Zuckerkandl, Ernst Fuchs, Josef Breuer, Carl Sternberg, Julius Schnitzler, Ludwig W. von Mauthner, Ernst Löwenstein, Robert Bárány, Otto Loewi, David Gruby, Josef Halbans, Adam Politzer, Viktor E. Frankl und Leopold Freund. Bárány (1914) und Loewi (1936) wurden für ihre Leistungen mit dem Nobelpreis ausgezeichnet. Auch der Begründer der Psychoanalye, Sigmund Freud, gehört hierher.

Der Rechtslehrer Hans Kelsen war der Schöpfer der österreichischen Verfassung.

Im naturwissenschaftlichen Bereich sind beispielsweise Siegfried Marcus als Erfinder des Automobils, als Physiker Lise Meitner, Wolfgang Pauli (Nobelpreis 1945) und Felix Ehrenhaft, als Biochemiker Max F. Perutz (Nobelpreis 1962), als Botaniker Julius von Wiesner, als Chemiker Fritz Feigl, Leo Grünhut, Edmund von Lippmann und Otto von Fürth und als Astronom Samuel Oppenheim zu erwähnen.

In der klassischen Musik der Jahrhundertwende nahmen Komponisten wie Gustav Mahler, Arnold Schönberg, Egon Wellesz, Erich Wolfgang Korngold und Alexander Zemlinsky eine herausragende Stellung ein, und im Genre der Operette glänzten Oscar Straus, Emmerich Kalmán, Leo Fall und Edmund Eysler. Dass auch Johann Strauß, der Wiener Walzerkönig, jüdische Vorfahren hatte, wurde später von den Nationalsozialisten geflissentlich übersehen.

Die Liste der Wiener Literaten und Publizisten jüdischer Herkunft ist besonders lang und umfasst einen wesentlichen Teil der österreichischen Literaturgeschichte des 20. Jahrhunderts: Arthur Schnitzler, Hermann Bahr, Hugo von Hofmannsthal, Richard Beer-Hofmann, Peter Altenberg, Karl Kraus, Jakob Wassermann, Alfred Polgar, Franz Werfel, Stefan Zweig, Franz Kafka, Friedrich Torberg, Hans Weigel, Elias Canetti, Hugo Bettauer, Fritz Hochwälder, Josef Roth, Felix Salten, Hilde Spiel, Jura Soyfer, Vicki Baum.

So lässt sich das "jüdische" Wien nicht wirklich abgrenzen vom "deutschen" Wien, nicht vom "tschechischen" oder "ungarischen" Wien, auch nicht vom "christlichen" Wien, denn viele Juden, die sich taufen ließen, leugneten dennoch ihre jüdische Herkunft nicht ab. Auch das "wienerische" Wien ist ohne jüdischen Beitrag nicht denkbar. Die Wiener Operette wurde oben schon erwähnt. Fritz Löhner-Beda schrieb Wienerliedtexte ebenso wie Texte fürs jüdische politische Kabarett. Hermann Leopoldi, einer der brühmtesten Wienerliedkomponisten und -interpreten vor und nach dem zweiten Weltkrieg, hieß eigentlich Hersch Kohn. Und auch das berühmte Fiakerlied stammt von dem jüdischen Autor und Komponisten Gustav Pick.

Steine der Erinnerung

Der Verein Steine der Erinnerung hat sich zum Ziel gesetzt, der jüdischen Wienerinnen und Wiener zu gedenken, die in der Shoah ermordet wurden.

Erster Wiener Protestwanderweg

Seit wann dürfen Mädchen ein Gymnasium besuchen und studieren? Wie kam es zu den selbstverwalteten Kulturzentren Arena und WUK? Wer hat das Schwulen- und Lesbenhaus erkämpft? Wo gibt es in Wien einen selbstverwalteten Park? Wozu braucht man eigentlich Gewerkschaften?

Petitionen, Demonstrationen, Versammlungen, Streiks, Hausbesetzungen, Volksbegehren, Menschenketten, Piratenradio, Flugblätter, Lichtermeer ... Vielfältig sind die Formen, mit denen Menschen sich ihre Rechte erstritten haben. Der Erste Wiener Protestwanderweg macht erfahrbar, wie diese Kämpfe und Errungenschaften das Stadtbild bis heute prägen.

Revolution 1848

Dieser Wegweiser zu Orten der Revolution von 1848 ist eine Ergänzung zur Station "Das Parlament und der Kampf um das Wahlrecht" des "Ersten Wiener Protestwanderwegs".

Die Revolution von 1848


Aus Frankreich kam die Nachricht von einer Revolution in Paris. In Italien begannen Kämpfe zwischen der Bevölkerung und den kaiserlichen Truppen. Auch in Karlsruhe, München und Berlin gab es Demonstrationen. Seit Anfang März fanden in ganz Wien revolutionäre Versammlungen statt. Der Gewerbeverein richtete eine Petition an die Krone, in der bürgerliche Freiheiten erbeten wurden. Am 11. März wurden in der Stadt Plakate angeschlagen, die zum Sturz der Regierung und zur Volkserhebung aufriefen. Am 12. überreichten die Studenten der Regierung eine Resolution, in der sie Lehrfreiheit und die Aufhebung der Zensur forderten. Am 13. März versprach der Kaiser für den 3. Juli eine Versammlung der Generalstände der Monarchie einzuberufen. Die Stände waren eine Körperschaft, die praktisch keine Rechte hatte. Diese sollten über die notwendigen Reformen verhandeln. Doch die Revolution war nicht mehr aufzuhalten.
Am 13. März tagten die niederösterreichischen Stände. Schon in aller Früh umringte eine Menge das Landhaus und rief: „Freiheit! Konstitution! Fort mit der Regierung!“ Studenten stießen zu den Demonstranten. Der junge Arzt Dr. Adolf Fischhof hielt eine Rede, in der er Pressefreiheit, Religionsfreiheit, dem Volk verantwortliche Minister und Volksbewaffnung forderte. „Eine übel beratene Staatskunst hat die Völker Österreichs auseinandergehalten, sie müssen sich jetzt brüderlich zusammenfinden und ihre Kräfte durch Vereinigung erhöhen.“ Die Regierung ließ Regimenter, die schon Marschbefehl nach Italien hatten, nach Wien umdirigieren. Doch anstatt sich einschüchtern zu lassen, schlossen sich jetzt noch mehr Menschen dem Aufruhr an. Aus den Vorstädten strömten die Arbeiter und Arbeiterinnen in die Stadt, um die Studenten zu unterstützen. Die Soldaten hatten Befehl, scharf zu schießen. Nicht alle folgten dem Befehl, viele schossen in die Luft, Kanoniere rissen die brennenden Lunten von den Kanonen fort. Dennoch gab es Tote und Verwundete. Das Volk errichtete Barrikaden. Am 14. März entließ Kaiser Ferdinand den Kanzler Metternich, um die Bevölkerung zu beruhigen. Metternich floh in Verkleidung. Die Regierung musste die Bewaffnung der Bürgergarde und der Akademischen Legion gestatten. Arbeiter und Arbeiterinnen stürmten Lebensmittellager und steckten die so genannten Linienämter in Brand, wo die „Verzehrsteuer“ eingehoben wurde. Auch brachen sie das Zeughaus auf und bewaffneten sich. Die Regierung musste versprechen, eine verfassunggebende Versammlung einzuberufen.
Am 25. April erließ die kaiserliche Regierung ein Verfassungsgesetz. Ein Reichstag sollte gewählt werden, in dem aber der Kaiser und die Vertreter der Großgrundbesitzer jedes Gesetz verhindern konnten. Arbeiter und Menschen ohne Einkommen sollten vom Wahlrecht, das sowieso nur für Männer galt, ausgeschlossen sein.
Nationalgarden, Studenten und Arbeiter stürmten in die Hofburg und überreichten eine Petition – die „Sturmpetition“ - in der sie verlangten, dass diese aufgezwungene Verfassung zurückgenommen würde. Ein allgemein, direkt und frei gewählter Reichstag sollte eine Verfassung ausarbeiten. Nach Straßenkämpfen bewilligte die Regierung diese Forderung. Der Kaiser und seine Familie flohen nach Innsbruck. Als die Regierung versuchte, die Akademische Legion aufzulösen, kam es wieder zu Barrikadenkämpfen. Die Regierung musste gestatten, dass Bürger, Nationalgardisten und Studenten einen Sicherheitsausschuss wählten, der bald das eigentliche Machtzentrum Wiens wurde. Den Vorsitz hatte Dr. Adolf Fischhof. Der Sicherheitsausschuss befehligte 6000 bewaffnete Studenten und 20.000 bewaffnete Arbeiter, die die Ordnung in Wien gewährleisten sollten. Den Arbeiterkomitees gelang es, den Zehnstundentag und Lohnerhöhungen durchzusetzen.
Zur gleichen Zeit wie in Wien brach auch im ungarischen Teil der Monarchie die Revolution aus: Eine eigene ungarische Regierung wurde gebildet. Die Bauern verlangten die Aufhebung der Fron. Der ungarische Reichstag beschloss, dass die Bauern sich vom Frondienst loskaufen durften. Das konnten freilich nur wenige. Die Bauern bewaffneten sich, verweigerten die Erfüllung ihrer feudalen Pflichten und besetzten die Ländereien und Wälder der Großgrundbesitzer.
In Prag verlangte die Bevölkerung auf einer Massenversammlung einen eigenen Landtag für Böhmen, Mähren und Schlesien, in dem auch die Stadtbevölkerung und die Bauern vertreten sein sollten. Man forderte die Abschaffung der Feudallasten, die Gleichstellung der tschechischen Sprache mit der deutschen, Redefreiheit, Gewissensfreiheit und Pressefreiheit. Doch die böhmische Bevölkerung war nicht einheitlich: Ein Teil des Adels sprach deutsch, ein Teil tschechisch. Das Großbürgertum - Fabrikanten, Bankiers, Großkaufleute - sprach hauptsächlich Deutsch. Die kleinen Handwerker und Bauern sprachen Tschechisch. Für sie war die Gleichberechtigung der tschechischen Sprache lebenswichtig: Solange sie mit Ämtern und Gerichten auf Deutsch verkehren mussten, waren sie benachteiligt. Die Fabrikanten, die mehrheitlich deutsch sprachen, drückten die Löhne der tschechischen Arbeiter und waren eine Konkurrenz für die tschechischen Handwerker. In Wien hatten leider auch die meisten Revolutionäre kein Verständnis für die Forderung, dass in Böhmen die Sprache der tschechischen Mehrheit der Bevölkerung der Sprache der deutschen Minderheit gleichgestellt werden sollte. Als der Tscheche Palacky vom Ministerpräsidenten zum Unterrichtsminister ernannt wurde, gab es Empörung von ganz rechts bis ganz links. Palacky verzichtete.
Ein gesamtdeutsches Parlament – die Nationalversammlung – sollte in Frankfurt zusammentreten. Die Tschechen weigerten sich, nach Frankfurt zu gehen, war doch die Idee des Panslawismus schon weit verbreitet. Sie fürchteten, in einem großdeutschen Reich unterzugehen. Die gemäßigte Mehrheit der Tschechen trat für die Erhaltung der Monarchie als Bund gleichberechtigter Völker ein. Der Militärbefehlshaber Fürst Windischgrätz ließ in Prag Übungen und Paraden durchführen, um das Volk einzuschüchtern.
Eine friedliche Demonstration forderte die Absetzung von Windischgrätz. Truppen beschossen die Demonstranten, der Prager Aufstand begann am 12. Juni und wurde am 17. Juni niedergeschlagen. Die Wiener Revolutionäre sahen tatenlos zu. Nachdem die tschechischen Arbeiter und Studenten, die den Aufstand angeführt hatten, besiegt waren, wandten sich die Vertreter des tschechischen Bürgertums dem kaiserlichen Hof zu.
Unter den ungarischen Revolutionären gab es verschiedene Richtungen, doch die stärkste Gruppe, angeführt von Lajos Kossuth, wollte die Freiheitsrechte nur für die Ungarn und nicht für die slawischen Völker, die im ungarischen Gebiet lebten. So machten sie sich die Slawen, vor allem die Kroaten, zu Feinden, worauf die Kroaten sich den Feinden ihrer Feinde, also dem Kaiserhaus anschlossen.
Der vom Volk gewählte Reichstag wurde am 23. Juli von Erzherzog Johann eröffnet. Am 26. Juli beantragte der Student Hans Kudlich, ein Bauernsohn, die Aufhebung der bäuerlichen Untertanenlasten, die am 7. September beschlossen wurde. Die Bauern, die an der Revolution fast gar nicht beteiligt gewesen waren, sahen diesen Erfolg als eine Wohltat des Kaisers für sie an und standen von nun an auf der Seite der Krone. Feldmarschall Radetzky schlug inzwischen den italienischen Aufstand in der Lombardei nieder. Am 12. August kehrte der kaiserliche Hof nach Wien zurück.
In Wien stiegen die Lebensmittelpreise, immer mehr Fabriken wurden geschlossen, immer mehr Arbeiter und Arbeiterinnen verloren ihre Arbeit und damit ihr Einkommen. Die sozialen Gegensätze zwischen Arbeiterschaft und Bürgertum wuchsen. Das Bürgertum hatte die Revolution unterstützt, um für sich selbst Anteil an der politischen Macht zu bekommen, aber nicht, um den Arbeitern und Arbeiterinnen höhere Löhne zu zahlen.
Am 21. August kündigte die Regierung Lohnkürzungen für die an den öffentlichen Baustellen beschäftigten Erdarbeiterinnen an. Daraufhin zogen Gruppen von Arbeiterinnen, aber auch Arbeitern, mit der Forderung nach Rücknahme der Kürzungen durch die Stadt und besetzten Straßen und Plätze. Dies war die erste Frauendemonstration in Wien. Zwei Tage später, bei der sogenannten „Praterschlacht“, wurde die bürgerliche Nationalgarde gegen die Demonstrantinnen und Demonstranten eingesetzt und es kam zu blutigen Auseinandersetzungen mit 22 Toten und 300 Verwundeten.
Der Sicherheitsausschuss löste sich nach dieser Auseinandersetzung auf. Zu groß waren die Gegensätze zwischen dem Bürgertum und der Arbeitschaft geworden.
Am 6.Oktober sollten kaiserliche Truppen aus Wien gegen das aufständische Ungarn geschickt werden. Wiener Arbeiter, Studenten und auch meuternde Soldaten versuchten, den Abmarsch zu verhindern. Wieder wurde in den Straßen gekämpft. Der Kriegsminister Graf Latour wurde von der Menge gelyncht. Der Hof floh mit Kaiser Ferdinand am 7. Oktober nach Olmütz, der Reichstag wurde am 22. Oktober nach Kremsier verlegt. Truppen unter Fürst Windischgrätz und dem kroatischen Banus Jellaci? begannen am 26. Oktober die Stadt zu beschießen. Am 31. Oktober erstürmten sie die Innere Stadt. Die Anführer des Aufstands wurden vors Standgericht gebracht: Wenzel Messenhauser, Kommandant der Nationalgarde, die Journalisten Alfred Becher und Hermann Jellinek und der deutsche Politiker Robert Blum, ein Abgeordneter der Frankfurter Nationalversammlung, der sich dem Aufstand angeschlossen hatte, sie alle wurden hingerichtet.
Bis auf die Bauernbefreiung waren alle Errungenschaften der Märzrevolution verloren. Das Wiener Bürgertum hatte, besorgt um die eigenen Privilegien, es verabsäumt, sich mit den Revolutionären der anderen Nationalitäten zusammenzuschließen. Und als die Wiener Arbeiterschaft begann, eigene soziale und wirtschaftliche Forderungen zu stellen, hatte sich das Bürgertum erschreckt von der Revolution zurückgezogen.

Weihnachtsmärkte und Silvesterstände

Über 100 Adventmärkte und Silvesterstände in ganz Wien.
Zur Verfügung gestellt von der Magistratsabteilung 55 - Bürgerdienst.

Datenquelle: Stadt Wien - data.wien.gv.at

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Citybike in Wien

Citybike Standorte in Wien.
Zur Verfügung gestellt von: Gewista GmbH

Datenquelle: Stadt Wien - data.wien.gv.at

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Carsharing in Wien

Standorte der Carsharing Parkplätze in Wien.
Zur Verfügung gestellt von: Magistratsabteilung 28 - Straßenverwaltung und Straßenbau

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WCs in Wien (ohne U-Bahn-Stationen)

WCs, WCs mit Behindertenkabine und Pissoirs in Wien - ohne U-Bahn-Stationen.

Daten zur Verfügung gestellt von Stadt Wien / MA 48 - Abfallwirtschaft, Straßenreinigung und Fuhrpark

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WC-Anlagen gibt es weiters in folgenden U-Bahn-Stationen:

Schwedenplatz, Stephansplatz, Schottentor, Bellariapassage, Herrengasse, Stubentor, Schottenring, Praterstern, Krieau/Trabrennstraße, Messe-Stadion, Taborstraße, Nestroyplatz, Stadtpark, Erdberg, Schlachthausgasse, Kettenbrückengasse, Margaretengürtel, Pilgramgasse, Museumsquartier, Neubaugasse, Westbahnhof, Zieglergasse, Westbahnhof, Urban-Loritz-Platz, Thaliastraße, Spittelau, Währinger Gürtel, Michelbeuern, Roßauer Lände, Alserstraße, Keplerplatz, Reumannplatz, Enkplatz, Gasometer, Am Schöpfwerk, Längenfeldgasse, Tscherttegasse, Niederhofstraße, Braunschweiggasse, Ober Sankt Veit, Schönbrunn, Unter Sankt Veit, Hütteldorferstraße, Hütteldorf, Johnstraße, Schweglerstraße, Kendlerstraße, Ottakring, Dresdner Straße, Handelskai, Jägerstraße, Leopoldau, Neue Donau, Kagraner Platz, Rennbahnweg, Zentrum Kagran, Aspernstrasse, Donauspital, Donaustadtbrücke, Hardegggasse, Stadlau.